Update: Rechtsstreitigkeiten gegen NL Nord Lease AG (früher Albis Finance AG)

Für zwei Mandanten habe ich Klagen einmal beim Landgericht Hamburg (Az. 329 O 409/14), einmal beim Amtsgericht in Hamburg (Az. 17a C 414/15) geführt.

Beim Landgericht Hamburg wurde ein Abfindungsguthaben von ca. 16.900,- € eingeklagt. Nachdem die Beklagte in den letzten Monaten 8 Teilzahlungen in Höhe von jeweils 2.000,- € geleistet haben, haben Sie im letzten Schriftsatz vom 04.12.2015 wegen des Restbetrages ein Anerkenntnis abgegeben. Im Rechtsstreit konnte belegt werden, dass die Behauptung der Beklagten, die Liquidität der Gesellschaft reiche für eine sofortige Auszahlung des gesamten Betrages (Fälligkeit: 31.12.2011) nicht aus, eindrucksvoll widerlegt werden. Dazu wurden die Bilanzen der Beklagten für die Jahre 2010 und 2011 vorgelegt. Auf Grund der Einschätzung des Gerichts zur Begründetheit der Rückzahlungsforderung hat dann ja auch die Beklagte letztlich das Anerkenntnis ausgesprochen.

Bei einer gleichlautenden Klage vor dem Amtsgericht Hamburg (Gegenstandswert ca. 3.000,- €) hat das Gericht in der mündlichen Verhandlung vom 16.12.2015 der Beklagten ebenfalls ein Anerkenntnis nahegelegt. Hier hatte sich die Beklagte wiederum auf die fehlende Liquidität, die durch die o.g. Bilanzen widerlegt werden konnte, und zusätzlich auch auf den Eintritt der Verjährung berufen. Das Gericht sah aber einerseits keine Verjährung als gegeben an; im Übrigen wäre die Berufung der Verjährung der Beklagten treuwidrig.

Damit sollten sich Anleger, die zum Ende der Jahre 2010 und 2011 ihre Anteile gekündigt haben, nicht mit den falschen Behauptungen der Beklagten zufrieden geben. Ihre Aussichten, bei einer Klage Zahlungen zu erhalten, werden diesseits als überaus positiv eingeschätzt.

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