Einmalige Autofahrt unter Cannabis-Einfluss rechtfertigt Führerscheinentzug

Konsumiert ein Autofahrer gelegentlich Cannabis (Hanf), so kann er zu Recht als ungeeignet zum Führen von Kraftfahrzeugen im öffentlichen Straßenverkehr angesehen werden und dadurch seine Fahrerlaubnis verlieren.  Dies entschied das Verwaltungsgericht Aachen durch Beschluss Anfang Dezember.

Der Antragsteller war der Polizei im Rahmen einer Verkehrskontrolle aufgefallen, weil er sein Fahrzeug unter Einfluss von Cannabis führte. Die Polizei meldete den Vorfall der zuständigen Straßenverkehrsbehörde, woraufhin diese dem Antragsteller die Fahrerlaubnis mit sofortiger Wirkung entzog. Dagegen wandte sich der Antragsteller im Wege es vorläufigen Rechtsschutzes.

Zu Unrecht, wie das Verwaltungsgericht Aachen entschieden hat. Es wies den Antrag ab.
Nach der Fahrerlaubnisverordnung ist derjenige ungeeignet zum Führen von Kraftfahrzeugen, der gelegentlich Cannabis (Marihuana, Haschisch) konsumiert und nicht zwischen dem Konsum und dem Autofahren trennen kann.Dies sei bereits bei einer einmaligen Autofahrt und Cannabis- Einfluss zu bejahen, ohne dass es zu drogenbedingten Ausfallerscheinungen am Steuer kommen müsse. Der gelegentliche Cannabis- Konsum könne dabei über die im Blut verbleibenden Abbaustoffe des THC (Tetrahydrocannabinol)nach gewiesen werden.

Quelle:  Pressemitteilung des Verwaltungsgericht Aachen vom 13.12.2011,

VG Aachen, Beschluss vom 05.12.2011 – 3 L 457/11

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