Abmahnfalle: Falsche Ortsangabe bei Onlineprofilen

Wenn ein Unternehmer falsche Angaben zum Sitz seines Unternehmens in seinem Google Places Profil veröffentlicht, so kann dies bereits ein Grund zur Abmahnung darstellen.

Im vorliegenden Fall, welcher vor dem Landgericht München I verhandelt wurde, hatte ein Unternehmer den Sitz seines Unternehmens bei Google Places veröffentlicht. Dort jedoch war der Geschäftssitz in einem Ort 6 km entfernt von dem realen Sitz angegeben worden. Eine Zweigstelle oder irgendeinen anderen geschäftlichen Bezug zu dem angegebenen Geschäftssitz hatte der Unternehmer nicht darlegen können.

Das LG München entschied nunmehr, dass diese Handhabung bereits Abmahnungen rechtfertigen könne. Falsche Ortsangaben im Rahmen eines Google Places Profils könne bereits zur Irreführung von Nutzern führen und stelle einen hinreichenden Grund dar, als Wettbewerbsverstoß kostenpflichtig abgemahnt zu werden.

Quelle: Beschluss des LG München I vom 22.03.2011 (Az. 17 HK O 5636/11)

Anmerkung: Insoweit ist auch bei der Benutzung anderer Online Profile (Facebook, Xing, Twitter, etc.) die oben erwähnte Problematik zu beachten!

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